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Praxiszeitschrift Dezember 2015

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Praxizeitschrift Dezember online_Layout 1 08.01.2016 14:59 Seite 6 Prof. Dr. med. habil. Peter Cornelius Kreuz, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Regenerative Behandlung von Gelenkknorpelschäden durch Transplantation von Knorpelzellen Etwa 2,5 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einem chronischen Knorpelschaden im Knie, insgesamt haben fünf bis zehn Millionen Patienten Schmerzen im Gelenk. Dabei steht vielfach ein Bänderriss oder Meniskusschaden am Beginn einer Negativspirale aus Instabilität, Schmerzen, Fehlbelastung und Knorpelverschleiß. Allerdings stehen heute neue ausgefeilte Therapiemethoden zur Verfügung, die in spezialisierten Zentren – wie in unserem Zentrum für Orthopädie und Chirurgie in Holzkirchen - angewendet werden, um das Gelenk zu erhalten und die vorzeitige Implantation eines Kunstgelenkes zu verhindern. Anders als z.B. bei einer Hautschürfung, bei der nach Blutung und Verkrustung wieder neue Hautzellen gebildet werden, kann sich der Knorpel durch die fehlende Blutzirkulation nicht regenerieren. Die alleinige Einnahme von Medikamenten dient einzig der Behandlung von begleitenden Umständen wie Schmerzen durch Entzündungen oder Schwellungen und kann den Knorpeldefekt nicht reparieren. Gleiches gilt auch für verschiedene Injektionsbehandlungen – wie das Einspritzen von Hyaluronsäure – bei der zwar der Gelenkstoffwechsel verbessert wird, aber der Knorpelschaden unverändert bestehen bleibt. Bei kleinen oberflächlichen Knorpelschäden genügt es oft im Rahmen einer Gelenkspiegelung die Knorpeloberfläche zu glätten, umhertreibende Knorpelstücke auszuspülen und die beschädigte Gelenkinnenhaut zu entfernen. Die derzeitigen Behandlungsmethoden von Knorpelschäden, die direkt an dem ursächlichen Defekt ansetzen, konzentrieren sich auf verschiedenste Knorpelersatzverfahren, die ganz individuell auf den Patienten abgestimmt sein müssen und entsprechend nur von einem Spezialisten durchgeführt werden sollten. Dies ist umso wichtiger, da die Entscheidung zur richtigen Therapie oft erst während der Operation getroffen werden kann und das Behandlungsspektrum nur dann optimal ausgeschöpft wird, wenn eine umfassende Expertise in den verschiedensten Techniken vorhanden ist. Als ein Behandlungsbeispiel für große tiefgreifende Knorpelschäden steht die Implantation körpereigener Knorpelzellen, die sog. autologe Knorpelzelltransplantation (ACT), zur Verfügung. Bei diesem Therapieverfahren wird das geschädigte Kniegelenk des Patienten zunächst gespiegelt bzw. arthroskopiert, wobei mit einer kleinen Kamera der Knorpelschaden auf einem Monitor dargestellt wird. Mit speziellen Tasthäken wird die Größe und die Tiefe des Defektes vermessen. Wenn die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, wird bei diesem Eingriff aus einem unbelasteten Areal des Kniegelenks eine kleine Knorpelprobe entnommen. Die Knorpelzellen werden anschließend in einem speziellen Labor mithilfe einer Blutprobe des Patienten nachgezüchtet. Die Zellzahl kann dabei oft auf das 100 fache gesteigert werden. Abbildung: Autologe Knorpelzelltransplantation mit Knorpelzellkugeln, die mit einem speziellen Applikator über einen kleinen Hautschnitt in den präparierten Knorpeldefekt des Kniegelenks eingebracht wurden. Die Zellkonglomerate werden mit einem Tasthaken noch homogen auf dem Knochen verteilt u.bilden dann neues Knorpelgewebe. Nach einer Kultivierungszeit von 6 Wochen ist eine ausreichende Menge an neuem gesunden Knorpelmaterial vorhanden, so dass die Zellen in einem zweiten Eingriff in den Defekt eingebracht werden können. Je nach Transplantationsmethode können die Zellen in Form kleiner Zellkugeln (siehe Abbildung) oder in einem Schwamm eingebettet in den Defekt implantiert werden, wo sie zunächst einheilen und schließlich mit der Bildung von körpereigenem Knorpelgewebe beginnen. Um die Regeneration des neuen Knorpelgewebes im Gelenk zu unterstützen, stehen nach der Operation verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung, die spezielle krankengymnastische Maßnahmen sowie Injektionsbehandlungen, Ernährungstipps oder z.B. apparative Techniken wie eine Magnetfeldtherapie beinhalten und oft nur in spezialisierten Zentren angeboten werden. Dabei ist es vor der Therapie eines Knorpelschadens, der unbehandelt zu einer Arthrose führt, von grundlegender Bedeutung, die biomechanischen Voraussetzungen des Gelenkes zu optimieren. Im Idealfall bedeutet dies z.B. intakte Bandstrukturen – ggf. auch operativ - wieder herzustellen, um die Reibungskräfte im Gelenk auf ein Minimum zu reduzieren. Dabei sind die knorpelregenerativen Therapieverfahren nicht nur auf das Kniegelenk beschränkt. Auch Defekte im Bereich anderer großer Gelenke wie dem Hüftgelenk, der Schulter, dem Ellenbogen- oder Sprunggelenk lassen sich durch geeignete Techniken ohne oder mit Operation behandeln, um einen vorzeitigen Gelenkverschleiß zu verhindern. Ich berate Sie gerne in unserem Zentrum für Orthopädie und Chirurgie in Holzkirchen. Prof. Dr. med. habil. Peter Cornelius Kreuz

Praxizeitschrift Dezember online_Layout 1 08.01.2016 14:59 Seite 7 SUDOKU-RÄTSEL 9 3 4 1 4 5 3 6 9 1 2 6 9 3 7 2 6 1 7 9 2 6 5 8 8 4 7 3 2 2 6 Auflösung unseres Rätsels aus der letzten Ausgabe der Praxiszeitschrift Dr. med. Rainer Pränger im September 2015: Wirbelsäulenvermessung 5 4 IMPRESSUM PRAXISZEITSCHRIFT AUFTRAGGEBER: Zentrum für Orthopädie & Chirurgie Dr.med.Rainer Pränger HERAUSGEBER, GESTALTUNG und FOTOS: Cosmix, Agentur für Werbung & Printmedien, Liane Jahnel, Gewerbepark 1 A, 83088 Kiefersfelden, Tel: +43 (0)8033 979 52 65, Mobil: +43 (0)676 - 440 27 15, E-Mail: info@cosmix-werbung.at, URL: www.cosmix-werbung.at Die von der Firma Cosmix erstellten Werbeanzeigen und Fotos unterliegen den gesetzlichen Copyright-Rechten. Die Nutzung wird nur für die „Praxiszeitschrift Dr. Rainer Pränger“ erteilt. Eine weitere Nutzung für Werbezwecke bedarf der Genehmigung durch die Firma Cosmix. Die Verteilung obligt der Firma Cosmix.

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