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Praxiszeitschrift April 2017

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Ihre Gesundheit liegt ins am Herzen

Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 8 Korrektur von Achsfehlstellungen Sind die Patienten noch im Wachstumsalter, lassen sich solche Fehlstellungen oftmals durch kleine Operationen mit gezielter Wachstumslenkung unter Ausnutzung des biolog. Längenwachstums in den Epiphysenfugen hervorragend korrigieren (temporäre Epiphyseodese). Dieses Zeitfenster sollte man während des Wachstums für eine Korrektur ausnützen, da nach Wachstumsabschluss Korrekturen nur durch größere Osteotomien und Osteosynthesen (Verplattungen) der betroffenen Skelettabschnitte möglich sind. Aber auch damit läßt sich ein vorzeitiger Gelenkbinnenschaden noch verhindern. Im Bereich des Hüftgelenks kann durch eine rechtzeitige Behandlung einer Hüftdysplasie bei Säuglingen ein vorzeitiger Gelenkverschleiß durch eine passende Abspreizbehandlung vermieden werden, da sich dadurch unausgereifte Hüftpfannen völlig normal formen lassen. Gewichtsreduktion Prävention sollte schon im Kindes und Jugendalter beginnen, um Übergewicht und Adipositas zu verhindern. So haben Programme, die möglichst frühzeitig (im Kindesalter) beginnen durchaus beachtliche Erfolge. Eine Kombination aus Bewegung und gesunder Ernährung hat sich in vielen Studien bewährt und bewirkt eine Reduktion von Arbeitsunfähigkeit und vorzeitiger Berentung, Stärkung der Selbstmanagementfähigkeit und Stressverarbeitung sowie Steigerung der Lebensqualität. Bewegungstherapie Die Bewegungstherapie ist ein wichtiger Bestandteil in der Therapie von Übergewicht. Ein wichtiger therapeutischer Aspekt bei älteren Menschen besteht in der Reduktion des Sturzrisikos und damit des Frakturrisikos. Kraft-, Beweglichkeits- und Koordinationstraining senken die Sturzhäufigkeit bei älteren Patienten, wodurch die Morbidität durch sturzassozierte Knochenbrüche (v.a. mediale Schenkelhalsfraktur) deutlich vermindert werden kann. Durch regelmäßige körperliche Bewegung kommt es auch zu einer Erhöhung der Knochenmineralmasse bzw. geringeren Knochenabbau im Alter. Muskuläres Training führt zudem zu einer verbesserten Gelenkfunktion. Bewegung und körperliche Aktivität im Alltag haben eine protektive oder präventive Wirkung. Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass eine gezielte Steigerung der körperlichen Aktivität im Alltagsleben genauso wirksam ist wie strukturierte Sport- und Bewegungsprogramme. Mit mittlerem Trainings- und Übungsumfang werden ausreichende Trainingeffekte erzielt und präventiv wirksame Reize gesetzt. Optimal sind Trainingseinheiten von 30–45 Minuten 3 bis 4-mal pro Woche mit einer Trainingsintensität von etwa 50–70 % der maximalen Leistungsfähigkeit (DGSP-Empfehlung). Regelmäßige Belastungen im Alltag, auch längere Spaziergänge oder Wanderungen mit schnellem Tempo, sind eine sinnvolle und wirksame Ergänzung zum Training. Die Stabilisierungsfähigkeit der peripheren Gelenke korreliert eng mit der Stabilität des Rumpfes. Deswegen sind neben dem Ausdauertraining (ca. 70 % des gesamten Trainingsumfangs) auch Kraft- und Beweglichkeitstraining (ca. 30 % Umfang), vor allem im Alter, eine wichtige Ergänzung. Ausblick / Zusammenfassung Die Bedeutung des gesunden Bewegungsapparats wird mit zunehmendem Alter immer existenzieller. Dementsprechend ist schon frühzeitig mit präventiven Maßnahmen zu beginnen. Richtige Aufklärung und Basisprogramme sind essenzielle Komponenten zur Prävention. Der Lebensstil in Deutschland ist oftmals durch Fehlernährung, körperliche Inaktivität und Stress charakterisiert. Wird der Lebensstil korrigiert, nimmt die Häufigkeit von Risikofaktoren und Folgekrankheiten des muskuloskelettalen Systems erheblich ab. Die konservative Therapie und präventive gelenkerhaltende Eingriffe (regenerative Chirurgie) helfen dabei, teure Endoprothesen zu vermeiden und deren Komplikationen einzusparen, was auch aus finanzieller Sicht volkswirtschaftlich von Bedeutung ist. Für weitere Fragen zu gezielten konservativen und operativen Präventionsmaßnahmen im Alltag, Breiten- und Leistungssport berate ich Sie gerne in meiner Sprechstunde! Prof. Dr. med. habil. PETER C. KREUZ Ihr Prof. Dr. med. habil. Peter Cornelius Kreuz Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Facharzt für spezielle Orthopädie Minimalinvasive Chirurgie und Arthroskopie Regenerative Gelenkchirurgie Knorpeltherapie Sportmedizin Chirotherapie Kinderorthopädie Säuglingshüftsonographie Prüfarzt

Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 9 Mit entspannten Beinen ins Urlaubsparadies Auf langen Flügen oder weiten Autoreisen unterstützen Reisestrümpfe die Beine Fünf Reisetipps für die Beine Um die Beine unterwegs zu entlasten, kann man viel tun: 1. Tee, Saftschorle und Wasser trinken. 2. An der Raststätte, oder wenn man im Flug zeug aufstehen darf, sollte man für etwas gesunde Bewegung sorgen. 3. Reisestrümpfe tragen, mehr Informationen dazu gibt es beispielsweise unter www.gilofa.de. 4. Eine Übung für die Beingesundheit ist: Schuhe ausziehen, gerade hinstellen und sich langsam in den Zehenstand erheben. Eine Weile so verharren, dann genauso langsam die Fersen wieder auf den Boden senken. 5. Eine andere Übung ist: Im Sitzen mit der Fußsohle eine leere Flasche hin und her rollen. Die Koffer sind gepackt, endlich geht es los, das Taxi zum Flughafen oder das eigene Auto stehen abfahrbereit vor dem Haus. Jetzt trennt die Urlauber nur noch die Anreise vom ersehnten Reiseziel in Südeuropa oder von exotischen Reisezielen in der ganzen Welt. Die Anreise allerdings hat es meist in sich und die Vorfreude wird von der stressigen Autofahrt oder der Langeweile im Flugzeug gedämpft. Vor allem müssen die Reisenden mehrere Stunden meist sitzend verbringen. Besser liegen und gehen Das lange Sitzen belastet Beine, Knöchel und Füße. Das Blut sackt herunter zu den Füßen, sie schwellen unangenehm an und die Schuhe drücken. Das liegt daran, dass das venöse System im Sitzen und auch im Stehen nicht so effizient arbeiten kann wie im Liegen und Gehen. Die größte Herausforderung beim Rücktransport des sauerstoffarmen Blutes zum Herzen und zur Lunge ist die Schwerkraft. Das Blut muss von den Füßen und Beinen nach oben, zum Herzen, transportiert werden. Allerdings gibt es einen besonderen Mechanismus, der die Venen bei dieser Aufgabe unterstützt: die Wadenmuskelpumpe - zumindest wenn unsere Beine in Bewegung sind. Dann verdickt sich die Muskulatur, drückt die Venen zusammen und presst dabei das Blut nach oben. Bei langem Sitzen können Reiseund Vitalstrümpfe etwa aus der Reihe Gilofa diese Aufgabe mit sanftem Druck übernehmen. Die Strümpfe der Marke Gilofa 2000 gibt es mit Baumwolle, Aloe Vera oder Mikrofaser. Allein die Baumwollvariante ist in 14 Farben zu haben. Kleine Klappen, große Wirkung Der zweite hilfreiche Mechanismus sind die Venenklappen. Sie funktionieren wie kleine Rückstoßventile und hindern das Blut daran, in Richtung der Füße zurückzufließen. Besonders gut schließen sich diese Klappen, wenn die Venen von kräftigem Bindegewebe umgeben sind. Ist das Gewebe hingegen ein wenig ausgeleiert und kündigt sich vielleicht schon die eine oder andere Krampfader an, können die Klappen sich oft nicht mehr vollständig schließen. Eine weitere Möglichkeit ist, sich hinzulegen und die Beine ein wenig höher als den Rumpf zu lagern. Dann hat der Weg des Blutes zum Herzen sogar ein kleines Gefälle. Das Problem der Schwerkraft spielt dann keine Rolle mehr. Deswegen ist Liegen für die Arbeit der Venen eine so gute Unterstützung und besser als Sitzen und Stehen. Wer auf der Reise in den Urlaub die Chance hat, für eine Weile die Beine hochzulegen, sollte das also ruhig tun. Quelle: djd/pressetreff.de

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