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MVZ-Praxismagazin Oktober 2021

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Schlafstörung Artikel

Schlafstörung Artikel von Dr. med. Maximilian Hornauer Bei der intrinsischen Insomnie unterteilt man als die 5 häufigsten Störungen: Das sog. Schlafapnoesyndrom: Beim Schlafapnoesyndrom kommt es aufgrund verschiedener Mechanismen (z.B. Übergewicht) zu verlängerten Atemaussetzern bzw. Atemstillständen. Da diese Aussetzer zwischen 10 und 60 Sekunden dauern können, gerät der Patient in eine sog. „Sauerstoffschuld“. Synonyme Dies bedeutet, dass der Körper in einen Alarmzustand gerät und Notfallmaßnahmen einleitet, da er droht zu ersticken. Dies bedeutet für den Patienten, dass er sehr häufig wach oder fast wach wird. Lunatismus, Noctambulismus, Schlaflosigkeit, Insomnie, Mondsüchtigkeit. Definition Eine Schlafstörung, in der Fachsprache auch Insomnie genannt, ist definiert durch Störungen beim Einschlafen, häufiges Erwachen in der Nacht, sehr frühes Erwachen am Morgen und / oder durch schlechte Schlafqualität. Epidemiologie Fast jeder 6. Erwachsene leidet unter einer massiven Schlafstörung, dies entspricht etwa 15%. Weitere 13-15% leiden unter gelegentlichen und leichten Schlafstörungen. Ältere Menschen sind häufiger betroffen als jüngere. Bei den über 60-jährigen, leidet etwa jeder 4. regelmäßig an Insomnie / Schlafstörung. Einteilung Schlafstörung ist nicht gleich Schlafstörung. Man unterteilt Schlafstörungen typischerweise zunächst einmal in zwei Kategorien. Intrinsische Insomnie : Schlafstörungen, die durch innere Prozesse ausgelöst werden. Extrinsische Insomnie: Schlafstörungen, die durch äußere Reize ausgelöst werden. Angehörige, zumeist Ehefrauen, kennen dieses notfallmäßige „Fasterwachen“. Meistens wird es mit einem markerschütternden Schnarcher angezeigt, mit dem der Patient quasi nach Luft schnappt. Da pro Nacht Dutzende dieser Aussetzer auftreten können, ist somit der Schlaf des Patienten fast ständig unterbrochen. Direkte Folge ist, dass er sich am folgenden Morgen „wie gerädert“ fühlt, da er in der Regel keinen tiefen, entspannenden Schlafzustand mehr erreichen kann. Etwa 1-2 % der erwachsenen Männer sind mehr oder weniger von diesem Problem betroffen.

Dr. med. Maximilian Hornauer Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin Psychophysiologische Faktoren: Unter diesen Faktoren werden Schlafstörungen zusammengefasst, bei denen die „psychische Einstellung“ zum Schlaf gestört ist bzw. die Psyche den Schlaf behindert. Stress und Angst führen somit genauso zu Schlafstörungen wie z.B. der „Missbrauch“ des Bettes als Ort, an dem man immer über seine Alltagsprobleme nachdenkt oder den man für viele Aktivitäten des Tages nutzt (Telefonieren, Fernsehen, Essen, Lernen). Auch die feste Erwartung eines erneuten schlechten Schlafes wird eine Schlafstörung bewirken. Fehlwahrnehmung des eigenen Schlafes: Narkolepsie: Bei der sog. Narkolepsie kommt es zu einer extremen Schläfrigkeit während des Tages, sowie zu Störungen des Nachtschlafes. Typische Symptome, die im Rahmen der Narkolepsie auftreten können: Plötzliche „Schlafattacken“, gegen die sich der Patient nicht wehren kann. Plötzlicher Verlust der Muskelspannung und damit verbunden ein „Zusammensacken“ des Körpers, ohne Verlust des Bewusstseins (Fachbegriff: Kataplexie). Halluzinationen beim Einschlafen (hypnagoge Halluzinationen). Hierbei können sowohl akustische wie auch optische Phänomene auftreten. Restless-legs-Syndrom (RLS): Bei dieser Störung fühlt der Patient typischerweise kribbelnde Missempfindungen in seinen Beinen. Diese gehen meistens mit einem Zwang einher, die Beine zu bewegen. Bei der Bewegung kommt es dann häufig zu einem Gefühl der Erleichterung. Typischerweise tritt das Syndrom kurz vor dem Einschlafen auf, es kommt jedoch vor, dass es auch in der Nacht zum Bewegungsdrang und zu Zuckungen beim Einschlafen kommt. „Restless Legs“ (RLS) ist ein englischer Ausdruck, welcher wörtlich übersetzt: „Ruhelose Beine“ bedeutet. Etwa 5% der Patienten, die sich wegen Schlafstörungen in Behandlung begeben, haben keinen objektivierbaren Befund. D. h. es kommt zu einer sog. Fehlwahrnehmung der Schlafqualität. Die Personen glauben fest daran, dass sie nicht geschlafen haben, hatten aber einen leichten Schlaf. Bei der extrinsischen Insomnie finden sich als häufigste Störungen: Schlafmittel- und Alkoholmissbrauch: Sowohl Schlafmittel als auch Alkohol wirken zunächst einmal schlaffördernd bzw. schlafanstoßend. Doch genauso wie ein dauerhafter Gebrauch von Kopfschmerzmitteln, selbst Kopfschmerzen verursacht, sorgen Hilfsmittel wie Schlaftabletten und Alkohol ihrerseits bei Dauergebrauch zu einem gegenteiligen Effekt auf den Schlaf. Die Begründung für diese Effekte liegt typischerweise in einer Gewöhnung (d.h. man braucht ständig mehr Substanz, um denselben Effekt zu erreichen), im Entzug (d.h. man braucht schon mindestens eine gewisse Menge Substanz, um überhaupt ruhig zu werden) oder aber in der Mischung von beiden. Die typischen „Übeltäter“ sind meistens die sog. Benzodiazepine: Diazepam, Oxazepam, Flunitrazepam, Lorazepam etc.

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