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MVZ-Praxismagazin Oktober 2021

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Meilenstein in der

Meilenstein in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen Förderung durch Beisheim Stiftung ermöglicht Hightech-Ausstattung der Kardialen Elektrophysiologie in Agatharied Mit einer Fördersumme in Höhe von 350.000 EUR unterstützt die Beisheim Stiftung die Kardiale Elektrophysiologie am Krankenhaus Agatharied. Mit dieser Förderung gelingt es der Klinik ihren Innovationsgeist hinsichtlich modernster Verfahren in der Kardiologie weiter zu verfolgen. Patienten mit Herzrhythmusstörungen werden hier nach neuestem Stand von Wissenschaft und Technik versorgt. Was tun, wenn das Herz stolpert? Herz-Rhythmus-Störungen sind in der Bevölkerung tatsächlich weit verbreitet. Dabei unterscheidet man langsame Rhythmusstörungen, die zunächst vom Betroffenen kaum bemerkt werden. Erst bei längeren „Pausen“ werden Symptome wie Schwindel, Schwächegefühl bis hin zu kurzer Bewusstlosigkeit bemerkbar. Bei diesen Herzrhythmusstörungen ist die lange bekannte und gut bewährte Schrittmacherimplantation hocheffektiv und schützt den Patienten vor Symptomen und Komplikationen. Schwieriger verhält es sich bei schnellen Herzrhythmusstörungen, bei unregelmäßigem Herzschlag und insbesondere bei schnellem und unregelmäßigem Herzrhythmus, der ebenfalls zu Schwindel, Schwäche, Bewusstlosigkeit und plötzlichem Herztod („sudden death“) führen kann und andererseits oft für Schlaganfälle (Apoplex) verantwortlich ist. Hier kommt die Elektrophysiologie ins Spiel. Durch diese Spezialdisziplin der Kardiologie können Patienten schnell und schonend auf Herzkrankheiten untersucht werden: Mittels spezieller Katheter werden die Herzstrukturen „elektrisch abgetastet“. Durch eine hochentwickelte Informationsverarbeitung der Messsignale wird lokalisiert, von welchem Teil des Herzens die ungünstigen Störsignale ausgesendet werden. Dr. med. Turgut Brodherr, der neue Leitende Oberarzt der Inneren Medizin, Kardiologie ist Spezialist auf dem Feld der Elektrophysiologie. Nach dieser „Ortung“ der symptomatischen Struktur eröffnet sich eine neue Therapiemöglichkeit: Mit speziellen Instrumenten kann das gefundene Störareal aufgesucht und durch lokale Energieentladung die störende Struktur verödet werden. Dies entspricht oft einer Heilung der Rhythmusstörungen. Im Krankenhaus Agatharied ist man sich der zunehmenden Bedeutung der Elektrophysiologie für die Herzgesundheit bewusst. In diesem Jahr wurde die bisher schon etablierte Methodik sowohl personell als auch instrumentell noch einmal deutlich erweitert. „Im letzten Jahr wurden die Strukturvorgaben geändert. Wir freuen uns, dass wir unser Ziel, den State-of-the Art der Elektrophysiologie, jetzt erreichen konnten.“, lobt Benjamin Bartholdt, Leiter der Unternehmensentwicklung, „Die Gewinnung von Herrn Dr. med. Turgut Brodherr als neuen Leitenden Oberarzt - ein ausgewiesener Spezialist auf dem Gebiet der Elektrophysiologie - ist für uns einer der Meilensteine, um unsere Kardiologie auf den neuesten Stand der Medizin zu heben.

Norbert-Kerkel-Platz, 83734 Hausham Tel: +49 8026 393 - 3001, Mail: gf@khagatharied.de, Inter- Internet: www.khagatharied.de “Zur Erreichung dieses Meilensteins hat die Beisheim Stiftung ganz erheblich beigetragen, indem sie die Anschaffung einer optimierten Weiterentwicklung („Farapuls“) finanziert hat. Neben der personellen Aufrüstung hebt Bartholdt die Puls- Feld-Ablation als ganz besonderes, neuartiges Instrument hervor. Im Rahmen der wissenschaftlichen Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Elektrophysiologie ist dieses Katheter-System erst 2020 auf den Markt gekommen und wird bereits jetzt in der Kardiologie Agatharied etabliert. Für die Verödung von Störarealen im Herzen ist es besonders wirksam bei gleichzeitig erheblich reduzierten Risiken. „Diese speziellen Katheter gibt es bisher nur in wenigen deutschen Kliniken, denn der Einsatz von Technologien dieser Art ist neben der Finanzierungsfrage maßgeblich von den Fähigkeiten der anwendenden Ärzte abhängig. In Agatharied erfüllen wir die Voraussetzungen personell durch das hochspezialisierte Leistungsspektrum und den Kenntnisstand des Leitenden Oberarztes, Herrn Dr. Brodherr. Realisieren konnten wir die Anschaffung der neuen Geräte letztendlich aber erst durch die Förderung der Beisheim Stiftung“, so Bartholdt. „Hierfür möchten wir uns vor allem im Namen unserer Patienten ganz herzlich bedanken.“, erklärt Geschäftsführer Michael Kelbel. Mit einer Förder- summe in Höhe von insgesamt 350 000 EUR hat die Beisheim Stiftung die Anschaffung der neuen Geräte unterstützt. Dem Krankenhaus Agatharied liegt das Thema Kardiologie schon seit jeher besonders am Herzen. Bereits in der Vergangenheit wurde in Agatharied großer kardiologischer Pioniergeist unter Beweis gestellt. „Wann immer wir von einem Verfahren überzeugt sind, gehen wir das Risiko ein, die Methode im Rahmen einer Studie zu testen und bei Erfolg zu Gunsten der Patienten einzusetzen.“, so Prof. Dr. med. Berthold Höfling, Direktor des Kardiologischen Instituts und ehemaliger Chefarzt der Abteilung. So verfügte Agatharied beispielsweise in Deutschland über die erste zertifizierte Chest-Pain-Unit (Herzinfarkteinheit) außerhalb der Universitätskliniken. Mit zwei Herzkatheterlaboren bietet die Klinik heute unter der Leitung der Chefärzte Prof. Dr. med. Günter Pilz und Dr. med Markus Klos das gesamte Spektrum zur invasiven und interventionellen Behandlung von Herz- Kreislauferkrankungen an. Jährlich werden in der Klinik bis zu 2.500 Eingriffe am Herzen vorgenommen. Dr. med. Turgut Brodherr mit dem neuen Verfahren zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Zur Förderung durch die Beisheim Stiftung Die Kontakte zwischen der Beisheim Stiftung und der Kardiologischen Abteilung am Krankenhaus Agatharied währen schon Jahrzehnte. Der Begründer und Namensgeber der Stiftung Prof. Otto Beisheims war selbst Bewohner des Tegernseer Tals. 2013 verstarb der Philanthrop im Alter von 89 Jahren in Rottach- Egern. Seine beiden Stiftungen in Deutschland und der Schweiz führen das philanthropische Erbe Beisheims fort und sind in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur und Sport aktiv. Prof. Berthold Höfling, ehemaliger Chefarzt und Direktor des Kardiologischen Instituts am Krankenhaus Agatharied war damals enger Vertrauter und Leibarzt des Stifters. „Prof. Otto Beisheim war immer bewusst, dass das Krankenhaus Agatharied aus Sicht der medizinischen Wissenschaft deutlich mehr zu leisten im Stande ist, als von einem Landkreiskrankenhaus dieser Größenord- nung zu erwarten wäre.“, so Höfling, „Die neue Ausstattung der Elektrophysiologie schafft die Basis dafür, die modernsten Erkenntnisse der Medizin in unserem Lehrkrankenhaus zu Gunsten der Patienten anzuwenden und wissenshungrigen Fachärzten zu vermitteln.“ Ihr Krankenhaus Agatharied

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